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Feuerwehren aus dem Stadtgebiet üben Hand in Hand

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pnp vom 14.07.2012

Feuerwehren aus dem Stadtgebiet üben Hand in Hand - 110 Einsatzkräfte proben in Innenried für den Ernstfall − Feuerwehr-Jahrtag inzwischen etabliert

Mit Atemschutzausrüstung mussten Feuerwehrleute einen Hausbewohner über eine Leiter vom Balkon sicher auf die Erde bringen − das war nur ein Teil der anspruchsvollen Übung. − Foto: FFW

Innenried. Alle fünf Ortsteilfeuerwehren aus dem Zwieseler Stadtgebiet sind jetzt wieder einmal gemeinsam ausgerückt, um in Innenried den Ernstfall zu üben. 110 Einsatzkräfte waren dabei.

Angenommen wurde der Brand eines Zweifamilienhauses. Die Feuerwehren Innenried und Zwiesel mussten den Erstangriff starten. Es galt, eine bewusstlose Person aus den Kellerräumen zu retten. Dazu wurde ein Trupp Atemschutzgeräteträger in die Räume geschickt. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz wurde über eine Steckleiter auf den Balkon im zweiten Stock des Wohnhauses beordert. Dort musste ein weiterer Bewohner, der hierhin geflohen war, gegen Absturz gesichert und über die Leiter nach unten gebracht werden.

In der Zwischenzeit verlegten die Wehren aus Bärnzell, Rabenstein, Klautzenbach und Zwiesel zwei Schlauchleitungen für die Löschwasserversorgung, eine von der Löschwasserzisterne in Innenried, die andere vom Ahornweg entlang der Forststraße. Die Länge der beiden Leitungen betrug über 500 Meter. Bei den hochsommerlichen Temperaturen war das eine schweißtreibende Angelegenheit, doch die Feuerwehrleute schafften das in 20 Minuten.

Auch die Öffnung des Dachstuhls mittels Motorsäge wurde simuliert. Dazu war eine weitere Steckleiter notwendig, über die zwei Feuerwehrmänner auf das Dach stiegen. Bevor sie mit der Arbeit beginnen konnten, mussten sie sich gegen das Abstürzen sichern und die Motorsäge mit einer Arbeitsleine sicher auf das Dach ziehen. Nach zirka 45 Minuten waren alle Aufgaben gemeistert und die Übung beendet, die auch Kreisbrandmeister Robert Lang beobachtet hatte.

Nachdem man Material und Gerät wieder verstaut hatte, trafen sich alle im Feuerwehrhaus in Innenried, wo sie vom Vorstand der FFW Innenried und FFW-Beauftragten der Stadt, Hans-Peter Marx, begrüßt wurden. Er zeigte sich erfreut, dass so viele Feuerwehrfrauen und -männer an der Übung teilgenommen hatten. “Das zeigt, dass sich der Feuerwehr-Jahrtag etabliert hat”, befand Marx. Der erste Jahrtag hatte in Innenried stattgefunden, mittlerweile waren alle Wehren im Stadtgebiet schon einmal Gastgeber, so dass die Runde nun von neuem beginnt.

Der Jahrtag dient nicht nur dem Üben des gemeinsamen Einsatzes, sondern vor allem der Kameradschaftspflege, dem Austausch von Erfahrungen und dem Zusammenhalt. Neben den aktiven Feuerwehrlern konnte Marx auch noch einige ehemalige Feuerwehrkameraden begrüßen. Zudem hatten sich die Stadträte Ruderer, Steckbauer und Unnasch zu den Übungsteilnehmern gesellt. Bürgermeister Franz Xaver Steininger, der einen anderen Termin hatte, kam im Laufe des Abends noch dazu.

2. Kommandant Florian Pongratz, der die Übungsleitung gehabt hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Übungsverlauf und konnte allen Teilnehmern gute Arbeit bescheinigen. Größere Probleme habe es nicht gegeben. Pongratz dankte allen Anwesenden für die hervorragende Mitarbeit. Danach ging es in den gemütlichen Teil über. Für das leibliche Wohl war gesorgt, die Damen der Feuerwehr hatten hierzu tatkräftig beigetragen. Dank des schönen Wetters saß man noch lange vor dem Gerätehaus zusammen und führte angeregte Unterhaltungen.

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